Wichtige Punkte
- Eis- und Dessertgläser entscheiden in der Gastronomie über Portionswirkung, Bruchkosten und Spülmaschinenstandzeit – drei Kennzahlen, die den Deckungsbeitrag pro Dessert unmittelbar bewegen.
- Für Eisdielen, Hotels und Catering zählt zuerst die Thermoschockbeständigkeit (ΔT) im Wechsel zwischen Tiefkühlung, Wasserbad und Heißspülgang, danach erst die Optik.
- Optimizing Glass Bottle liefert Eis- und Dessertgläser als Großhandelsware mit projektbezogener Form-, Wandstärken- und Finish-Auswahl; MOQ, Stückpreise und Lieferzeiten werden nach Projektangabe zu bestätigen.
Eis- und Dessertgläser als Umsatz- und Kostentreiber in der Gastronomie
In der DACH-Gastronomie ist das Dessert selten der größte Posten der Speisekarte, aber fast immer der Posten mit der besten Marge. Genau deshalb lohnt der Blick auf das Glas, in dem es serviert wird. Ein Dessertglas ist kein neutrales Behältnis, sondern ein Verkaufsargument: Es bestimmt, wie hoch eine Kugel Eis wirkt, wie elegant eine Crème brûlée erscheint und wie selbstverständlich ein Tiramisu auf dem Tisch steht, ohne in sich zusammenzufallen. Küchenchefs in München, Wien und Zürich beurteilen ein Dessertglas jedoch nicht nur nach der Optik, sondern nach drei betriebswirtschaftlichen Größen: Nachkaufquote durch Bruch, Standzeit im Spülgang und Handlingszeit beim Anrichten.
Diese drei Größen hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Ein dünnwandiges, filigranes Kelchglas sieht auf der Eiskarte hervorragend aus, übersteht aber den täglichen Spülmaschinenzyklus in einem gut ausgelasteten Betrieb oft nur wenige Wochen. Ein sehr massives Glas hält jahrelang, wirkt aber bei einer kleinen Portion Sorbet klobig und drückt die wahrgenommene Wertigkeit. Zwischen diesen beiden Extremen liegt das eigentliche Beschaffungsthema für HoReCa-Einkäufer: die richtige Balance aus Wandstärke, Gewicht, Form und thermischer Belastbarkeit – abgestimmt auf die konkrete Eiskarte und den Spülprozess vor Ort.
Optimizing Glass Bottle beliefert Restaurants, Eisdielen, Hotelketten, Konditoreien und Cateringbetriebe im deutschsprachigen Raum mit Gastronomiegläsern aus laufender Produktion und mit projektbezogenen Sonderformen. Die nachfolgenden Abschnitte erklären, welche Dessertglasarten es gibt, wie Temperaturschock und Spülmaschinenzyklus zusammenwirken, woran sich Bruchquoten realistisch bewerten lassen und wie eine belastbare Projektanfrage aufgebaut wird.
Dessertglasarten im Überblick: Kelch, Coupe, Becher und Spezialformen
Die Auswahl beginnt mit der Glasart, weil sie Anwendung, Portionsgröße und Spülverhalten vorgibt. Die folgende Übersicht ordnet die in der Gastronomie gebräuchlichsten Dessertglasarten nach typischer Anwendung, Volumenbereich, Stiel- bzw. Fußausführung und der jeweiligen Konsequenz für Bruch und Reinigung. Die Volumenangaben sind Richtwerte und werden im Projekt an die tatsächliche Portionsgröße angepasst.
| Dessertglasart | Typische Anwendung | Volumen (Richtwert) | Ausführung | Bruch- und Reinigungsprofil |
|---|---|---|---|---|
| Eiskelch mit Stiel | Eiskugeln, Sorbet, Eisbecher mit Topping | 200–300 ml | Langer Stiel, flacher Fuß | Hohe Bruchgefahr an Stiel und Fuß; schonender Spülgang nötig |
| Dessertcoupe mit Fuß | Crème, Mousse, Obstsalat, Eis mit Sauce | 180–280 ml | Kurzer Stiel, breite Schale | Stabiler als Kelch, Kippgefahr bei hohem Schwerpunkt |
| Eisbecher ohne Stiel | Mehrkugel-Becher, Bananensplit, Familienportion | 300–500 ml | Dickwandiger Becher, Standfläche | Sehr robust, gute Stapelbarkeit, hoher Platzbedarf |
| Schälchen flach | Panna cotta, Crème brûlée, Kleingebäck | 120–200 ml | Offene Schale, breiter Rand | Geringe Bruchquote, stapelbar, ofentaugliche Varianten möglich |
| Sundae-Kelch hoch | Mehrschichtige Eiscreme, Sahnehauben | 250–400 ml | Hoher Kelchkörper, schmaler Fuß | Kipp- und Bruchrisiko bei Buffetbetrieb |
| Trinkglas für Dessertdrinks | Affogato, Eisshake, Dessertcocktail | 250–350 ml | Konischer oder zylindrischer Körper | Robust, vielseitig, gut für Take-away geeignet |
| Waffel-/Kombibecher-Glas | Eis mit Waffel, Topping-Spezialitäten | 220–320 ml | Breiter Rand, kurze Wand | Mittlere Bruchquote, gut zu reinigen |
| Marmeladenglas als Dessertglas | Panna cotta, Schichtdessert, Törtchen im Glas | 150–250 ml | Gerades Wandprofil, Twist-off-Finish | Sehr robust, dicht verschließbar, transportgeeignet |
Die Tabelle zeigt bereits die zentrale Spannung: Je stärker die Form auf Optik und Höhe setzt, desto empfindlicher wird das Glas im Alltag. Wer eine Eiskarte mit vielen gestielten Kelchen fährt, muss die Bruchquote in die Kalkulation einbeziehen. Wer auf Becher und Schälchen setzt, gewinnt Robustheit, verliert aber an visueller Höhe. In der Praxis arbeitet die Mehrzahl der Betriebe mit einer Mischung: gestielte Gläser für die Karte und Kartenklassiker, stiellose Becher für Familienportionen, Buffet und Außer-Haus.

Ein gestieltes Dessertglas aus laufender Serie: Solche Formen eignen sich für die klassische Eiskarte, verlangen aber einen schonenden Spülgang und konsequente Bruchkontrolle.
Thermischer Stress: Temperaturschock ΔT und Spülmaschinenzyklen im Gastronomiealltag
Das wichtigste technische Kriterium, das in Ausschreibungen regelmäßig fehlt und später im Betrieb für Ärger sorgt, ist die Thermoschockbeständigkeit. Sie beschreibt, welchen plötzlichen Temperaturunterschied ein Glas ohne Rissbildung übersteht. Umgangssprachlich wird sie als ΔT angegeben. Ein Dessertglas durchläuft in der Gastronomie typischerweise eine Abfolge von Belastungen: Es kommt aus einem gekühlten Dessertkühlschrank oder direkt aus der Tiefkühltruhe, wird an der Theke mit warmer Sauce oder heißem Kaffee befüllt und landet anschließend in einem Spülgang mit Temperaturen deutlich über 60 Grad Celsius im Klarspülbereich.
Bereits am Buffet entsteht Spannung: Ein eiskaltes Glas neben einer warmen Bain-marie, ein Dessert, das unter der Wärmelampe kurz nachgezogen wird, oder ein Sorbetglas, das zwischen zwei Portionen auf der warmen Ablage steht. Entscheidend ist nicht die absolute Temperatur, sondern die Geschwindigkeit der Änderung. Ein langsam temperiertes Glas hält deutlich mehr aus als ein abrupt erwärmtes. Deshalb sollten Gastronomen beim Einsatzkonzept angeben, ob Gläser direkt aus der Kühlung befüllt werden, ob sie vorgewärmt serviert werden und welche Spültemperaturen im Haus üblich sind.
Aus der Thermoschockbeständigkeit leiten sich unmittelbar Anforderungen an die Glasqualität ab. Kalk-Natron-Glas, das in der Massenproduktion für die meisten Gastronomiegläser verwendet wird, erreicht je nach Wandstärke und Produktionsprozess unterschiedliche Widerstandswerte. Gläser aus Borosilikatglas sind gegenüber Temperaturwechseln deutlich unempfindlicher, kosten aber mehr und werden dort eingesetzt, wo tatsächlich mit heißen Füllgütern oder sehr heißen Spülprozessen gearbeitet wird. Für die weit überwiegende Zahl der Eis- und Dessertanwendungen ist Kalk-Natron-Glas mit geeigneter Wandstärke und sauberer Kühlung nach dem Formgebungsprozess die wirtschaftlichere Wahl.
Ein zweiter, oft unterschätzter Faktor ist die Spülmaschinenstandzeit. Jeder Spülgang mit Temperaturschwankung, mechanischer Belastung im Korb und chemischer Einwirkung von Reiniger und Klarspüler ist ein Zyklus, der das Glas altern lässt. Mikrorisse an Rand und Stiel wachsen über Hunderte von Zyklen. Werden Gläser mit Haar-Rissen weiterverwendet, brechen sie im ungünstigsten Moment – beim Befüllen oder beim Transport an den Gast. Deshalb gehört zur professionellen Beschaffung immer auch eine Rückverfolgbarkeit: Wie viele Zyklen hat eine Charge typischerweise überstanden, und nach welcher Einsatzdauer wird ausgesondert?

Gläser mit kurzem Stiel und breiter Schale sind thermisch robuster als hohe Kelche und reduzieren die Kippgefahr auf dem Buffet.
Wandstärke, Tara und Haptik: Was Gäste am Dessertglas tatsächlich bewerten
Gastronomen diskutieren bei der Beschaffung meist über Optik, dabei entscheidet die Haptik stärker über die Wahrnehmung. Ein Dessertglas wird beim Anrichten, beim Tragen und schließlich vom Gast selbst angefasst. Ein zu leichtes Glasschälchen wirkt billig, ein zu schweres wirkt klobig und führt bei weichen Desserts zu unangenehmem Handling. Die Wandstärke steuert diese Wahrnehmung, und sie steuert gleichzeitig die Bruchfestigkeit sowie das Gewicht pro Tablar im Spülkorb.
Es lohnt sich, die Wandstärke nicht pauschal, sondern differenziert zu betrachten. Der Rand ist der empfindlichste Bereich: Ein sauber verrundeter, dick genug ausgeführter Rand widersteht Stoßbelastungen deutlich besser als eine scharfe Kante. Der Boden muss standsicher sein, ohne überdimensioniert zu wirken. Der Stiel bei gestielten Gläsern ist die kritischste Zone überhaupt, weil er sowohl Zugkräfte beim Anheben als auch Biegekräfte beim Anstoßen aufnehmen muss. Ein leicht konischer Stiel verteilt diese Kräfte besser als ein zylindrischer dünner Stiel.
Für die Tara gilt eine einfache Faustregel: Ein Dessertglas darf beim befüllten Tragen nicht unangenehm kopflastig sein. Kopflastige Gläser kippen auf dem Tablett leichter und erhöhen die Bruchquote im Service. Für Buffetbetrieb mit Selbstbedienung sollten Gläser sogar bewusst einen tieferen Schwerpunkt aufweisen, weil Gäste sie ungeübt greifen. Für Fine-Dining-Anwendungen ist das Gegenteil erwünscht: ein filigraner Eindruck mit bewusst geringem Gewicht, der durch einen erfahrenen Service kompensiert wird. Wer Dessertdrinks, Affogato oder Eisshakes in einem Trinkglas kalkuliert, findet passende Formate bei den Kaffee- und Teegläsern im Großhandel.
Stapelbarkeit, Bruchquote und Lagerlogik in Küche und Buffet
In jeder Gastronomieküche konkurrieren zwei Anforderungen: Platz sparen und Bruch vermeiden. Beide Anforderungen lassen sich nur erfüllen, wenn die Gläser konstruktiv für Stapeln oder für getrennte Lagerung ausgelegt sind. Ein Glas mit breitem, flachem Rand lässt sich in moderater Höhe stapeln, ohne dass Boden auf Boden knallt. Ein hohes Kelchglas lässt sich kaum sinnvoll stapeln und muss auf Stapelstäben oder in Einzelkammern gelagert werden – was Platz kostet und die Bruchquote in Stoßzeiten erhöht.
Die Bruchquote ist keine konstante Zahl, sondern ein Ergebnis aus Glasqualität, Handhabung und Aussortierungsdisziplin. Betriebe, die Kerben, Risse und Chips konsequent sofort aussortieren, verlieren kurzfristig mehr Stücke, haben aber langfristig deutlich weniger Totalausfälle und keine Verletzungsrisiken durch Splitter im Gastbereich. Betriebe, die Gläser weiterverwenden, weil sie „noch gehen”, zahlen über den Ausfall im Service und über Reklamationen.
Lagerlogisch sinnvoll ist ein abgestuftes System. Kartenklassiker und häufig genutzte Formate werden in größerer Menge als robuste Serienware bevorratet. Saisonale Spezialgläser werden in kleinerer Stückzahl geführt und nach Saison ausgelagert. Für die Disposition hilft eine einfache Kennzahl: Verbrauch pro Monat geteilt durch die erwartete Standzeit in Monaten, multipliziert mit einem Sicherheitszuschlag. So lässt sich der Nachkaufbedarf unabhängig von spontanen Bestellungen planen.
Eiskarte, Dessertkarte und Menüfolge: Formatwahl nach Anwendung
Die Formatwahl folgt der Anwendung, nicht umgekehrt. Eine Eiskarte mit klassischen Eiskugeln profitiert von einem Kelch oder Becher mit genügend Volumen und einer Öffnung, die das Anrichten mehrerer Kugeln erlaubt. Ein Degustationsmenü mit einem kleinen Zwischendessert profitiert von einem flachen Schälchen, das die Portion klein und dennoch vollständig wirken lässt. Ein Tiramisu oder Schichtdessert im Glas profitiert von einem geraden Wandprofil mit Twist-off-Finish, weil sich das Dessert so vorproduzieren, kühlen und direkt servieren lässt. Für gekühlte Desserts und Eisbecher zum Mitnehmen bewähren sich zudem Behälter für Lieferdienste und Take-away, die sich dicht verschließen und stapeln lassen.
Wer die Karte ändert, sollte die Glasauswahl mit prüfen. Ein neues Dessert mit hohem Topping-Anteil sprengt manchen Kelch, ein Dessert mit warmer Sauce stellt neue Anforderungen an die Thermoschockbeständigkeit. Es empfiehlt sich, bei jeder Kartenanpassung die betroffenen Glasformate einmal nachzukalkulieren.
Hotel, Eisdiele, Konditorei und Event-Catering: Kanalunterschiede im Dessertglas-Einsatz
Die Kanäle unterscheiden sich erheblich. Ein Stadthotel mit Frühstücksbuffet und Bankettbetrieb braucht robuste, gut spülmaschinenfesteste Serien mit hoher Stapelbarkeit und einheitlicher Optik. Eine Eisdiele mit Laufkundschaft braucht Gläser, die häufig gespült werden, optisch einladend sind und auch bei schnellem Wechsel zwischen Kühlung und Spülgang halten. Eine Konditorei, die Desserts im Glas verkauft, braucht dicht verschließbare Formate mit sauberem Finish, weil die Ware gekühlt transportiert oder im Schaufenster präsentiert wird.
Event-Catering wiederum hat die schwierigsten Bedingungen: Gläser werden mehrmals ein- und ausgepackt, häufig per Fahrzeug bewegt und von wechselndem Personal gehandhabt. Hier zahlt sich Robustheit deutlich stärker aus als feine Optik. Wer Catering für Firmenfeiern und Hochzeiten liefert, sollte bewusst auf stiellose oder kurzstielige Formate setzen und sich bei gestielten Gläsern auf wenige Kartenklassiker beschränken.

Für Buffet- und Cateringbetrieb sind standsichere, stapelbare Formate wirtschaftlicher als filigrane Kelche, weil sie Transport und Reinigung besser überstehen.
Finish, Randgestaltung und Mundgefühl als Differenzierung
Das Finish bestimmt, wie ein Glas in der Hand liegt und wie es am Mund wirkt. Ein poliertes, gleichmäßig verrundetes Finish wirkt hochwertig und reduziert gleichzeitig die Verletzungsgefahr für Servicepersonal und Gäste. Ein raues oder ungleichmäßiges Finish ist ein sichtbares Qualitätsmerkmal, das in der Gastronomie sofort auffällt – besonders bei Tageslicht und auf einer weißen Tischdecke.
Beim Mundgefühl wirken Randdicke und Materialstärke zusammen. Ein zu dicker Rand Drückt beim Löffeln unangenehm; ein zu dünner Rand kann bei Temperaturwechseln schneller chippen. Für die DACH-Gastronomie ist ein mittlerer Bereich üblich, der sich angenehm anfühlt und ausreichend robust bleibt. Wer mit Sonderformen arbeitet, sollte immer ein Erstmuster anfordern, um Randgefühl und Gewicht vor der Serienbestellung zu prüfen.
Hygiene, Reinigung und Keimarmut bei Mehrweg-Dessertgläsern
Ein Dessertglas kommt mit Lebensmitteln in Kontakt und unterliegt damit lebensmittelrechtlichen Anforderungen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten für Materialien mit Lebensmittelkontakt die Vorgaben der LFGB-Regelungen beziehungsweise der entsprechenden nationalen Umsetzungen. Der Nachweis der Konformität ist Bestandteil einer professionellen Beschaffung und sollte bei der Projektanfrage ausdrücklich angefordert werden.
Reinigungstechnisch sind gerillte, gewundene oder sehr tiefe Formen problematisch, weil Reinigungsmittel und Wasser nicht zuverlässig in alle Bereiche vordringen. Für Mehrweggläser empfiehlt sich ein möglichst glattes Innenprofil. Die Spültemperatur und die Konzentration des Reinigers sind im Betrieb so zu wählen, dass sie einerseits hygienisch sicher wirken und andererseits das Glas nicht übermäßig belasten. Für Mehrwegsysteme im Außer-Haus-Verkauf, etwa Dessertgläser mit Pfand, sind zusätzlich die Rücknahme- und Spüllogistik zu berücksichtigen. Wer Desserts im Glas haltbar machen und dicht verschließen will, greift auf Konservengläser und Einmachgläser zurück.
Verpackung, Transport und Bruchsicherheit im Wareneingang
Kaum ein Thema wird so häufig unterschätzt wie die Sekundärverpackung von Gastronomiegläsern. Ein noch so robustes Glas kann beim Palettentransport brechen, wenn die Stapelung falsch ist, keine Trennlagen verwendet werden oder die Paletten nicht gegen Verrutschen gesichert sind. Für den Wareneingang ist deshalb nicht nur der Zustand der Ware, sondern auch der Zustand der Verpackung zu dokumentieren.
Für die Transportlogistik gelten im internationalen Handel die üblichen Anforderungen an Paletten und Holzverpackung, unter anderem die Kennzeichnung nach ISPM 15 für Holzverpackungsmaterial. Beim Wareneingang sollte stichprobenartig geprüft werden, ob Randschäden, Haarrisse, Chips und Verschmutzungen auftreten. Treten Häufungen auf, ist die Reklamation unmittelbar und mit Foto- und Mengenangaben zu dokumentieren.
Qualitätssicherung: Prüfmerkmale für Dessert- und Eisgläser
Für die Eingangskontrolle haben sich einige praktische Prüfmerkmale bewährt. Maßprüfung von Höhe, Öffnungsdurchmesser und Bodenauflage, Sichtprüfung von Rand und Stiel auf Chips und Haarrisse, Gewichtsprüfung als Indikator für Wandstärkenkonstanz, Prüfung des Finishs und der Standsicherheit auf einer ebenen Fläche. Bei Buffet- und Mehrwegware kommt die Prüfung der Stapelbarkeit und der Reinigungsfähigkeit hinzu.
Für die Grundlage der Prüfung kann eine Stichprobenlogik nach ISO 2859 (AQL) verwendet werden, sofern der Lieferant eine vereinbarte Prüfebene und Annahmegrenzen akzeptiert. Wichtig ist, die Prüfkriterien vor der Bestellung schriftlich zu vereinbaren, damit Reklamationen später nicht an unterschiedlichen Erwartungen scheitern.
Beschaffung, Projektanfrage und Compliance für DACH
Eine belastbare Projektanfrage für Eis- und Dessertgläser enthält: geplante Stückzahlen pro Saison, gewünschte Glasart und Volumenbereich, Vorgaben zur Wandstärke oder zum Gewicht, Einsatzkontext (Buffet, À la carte, Catering, Außer-Haus), Spülbedingungen, gewünschtes Finish, Verpackungs- und Etikettierungsvorgaben sowie Nachweise zur Lebensmittelkontakt-Konformität. Je klarer diese Angaben sind, desto präziser fällt das Angebot aus.
Für den deutschen Markt sind außerdem die Verpackungsvorschriften relevant. Das Verpackungsgesetz und die zugehörige Registrierungspflicht im LUCID-Register betreffen die in Verkehr gebrachten Verpackungen. Für Mehrwegangebote gelten je nach Ausgestaltung Pfandregelungen. Die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) verschärft die Anforderungen an Rezyklatanteil, Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung schrittweise. Wer Gastronomiegläser dauerhaft beschafft, sollte die Entwicklung dieser Vorgaben im Auge behalten und bei der Projektplanung mitdenken.
Optimizing Glass Bottle unterstützt DACH-Kunden von der Formberatung über Musterstellung bis zur Serienlieferung; eine strukturierte Beschaffungs-Checkliste für Glasverpackung hilft, alle Anforderungen von Anfang an zu erfassen. Erfahrungsgemäß lohnt es sich, vor der Serienbestellung ein Erstmuster im realen Betrieb zu testen: mit der tatsächlichen Portionsgröße, der üblichen Spültemperatur und dem vorhandenen Spülkorb. Erst dieser Praxistest zeigt, ob Standsicherheit, Randgefühl und Reinigungsergebnis zum Haus passen. Wer mehrere Standorte betreibt, sollte das Muster an mindestens zwei Betriebsstätten prüfen, weil Spültechnik und Handhabung zwischen Küchen deutlich variieren können. Alle projektbezogenen Angaben zu Mindestbestellmenge, Stückpreisen, Formkosten und Lieferzeiten werden nach Projektangabe zu bestätigen, weil sie von Form, Volumen, Stückzahl und Veredelung abhängen.
Häufige Fragen
Welche Dessertglasarten eignen sich am besten für die Eiskarte in der Gastronomie?
Für eine klassische Eiskarte sind Kelche und Coupes mit ausreichendem Volumen für mehrere Kugeln sowie Becher für Familienportionen üblich. Entscheidend ist, dass die Form zur Portionsgröße und zum Anrichten passt und dass die Wandstärke den Spülbetrieb aushält.
Wie wichtig ist die Thermoschockbeständigkeit ΔT bei Eis- und Dessertgläsern?
Sie ist das zentrale technische Kriterium, sobald Gläser kalt aus der Kühlung kommen und mit warmen Speisen, Saucen oder heißen Getränken in Kontakt treten. Je kürzer der Temperatursprung und je gleichmäßiger die Wandstärke, desto geringer das Rissrisiko.
Wie viele Spülgänge halten Gastronomie-Dessertgläser aus?
Das hängt von Glasqualität, Wandstärke, Spültemperatur und Handhabung ab. Pauschale Zahlen sind unseriös; verbindliche Angaben werden nach Projektangabe zu bestätigen und im Betrieb durch konsequente Aussortierung abgesichert.
Kann ich Dessertgläser stapeln, ohne die Bruchquote zu erhöhen?
Stapelbare Formate mit breitem Rand und stabiler Bodenauflage lassen sich in moderater Höhe sicher stapeln. Hohe Kelchgläser sollten dagegen getrennt oder auf Stapelstäben gelagert werden, um Rand- und Stielbruch zu vermeiden.
Welche Gläser eignen sich für Desserts zum Mitnehmen oder für Take-away-Lieferdienste?
Dicht verschließbare Formate mit geradem Wandprofil und Twist-off-Finish sind für Mitnahme und Lieferung am besten geeignet, weil sie transportstabil sind und sich vorproduzieren lassen.
Sind die Gläser für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen?
Für Materialien mit Lebensmittelkontakt gelten in Deutschland, Österreich und der Schweiz die jeweiligen lebensmittelrechtlichen Vorgaben. Die entsprechenden Konformitätsnachweise werden projektbezogen bereitgestellt und sind in der Anfrage ausdrücklich anzugeben.
Welche Vorgaben gelten für Verpackung und Mehrweg in Deutschland?
Für die in Verkehr gebrachten Verpackungen gelten das Verpackungsgesetz und die Registrierungspflicht im LUCID-Register; für Mehrwegsysteme können Pfandregelungen gelten. Die europäische PPWR verschärft Quoten und Kennzeichnung schrittweise.
Wie läuft eine Projektanfrage für Gastronomiegläser ab?
Am Anfang stehen Einsatzkonzept, Stückzahlen und Formatwunsch. Danach folgen Formberatung, Muster, Bemusterung und Serienfreigabe. Alle projektbezogenen Konditionen werden nach Projektangabe zu bestätigen.
Was sollte ich beim Wareneingang von Gastronomiegläsern prüfen?
Maße, Rand- und Stielbeschaffenheit, Standsicherheit, Finish und Verpackungszustand. Auffälligkeiten sind mit Foto und Mengenangabe zu dokumentieren, damit eine Reklamation belastbar ist.