Wichtige Punkte
- Doppelwandige Isoliergläser trennen Inhalt und Außenwand durch eine Luft- oder Vakuumschicht – dadurch bleiben Getränke länger warm oder kalt, und die Außenwand bleibt angenehm temperiert.
- Für Coffee-to-go, Büro und Hotellerie entscheiden Kondensatverhalten, Handhabungssicherheit und Spülmaschinenstandzeit über den wirtschaftlichen Erfolg einer Isolierglasserie stärker als das Design.
- Optimizing Glass Bottle liefert doppelwandige Isoliergläser als Großhandelsware mit projektbezogener Form-, Wandaufbau-, Druck- und Finish-Auswahl; MOQ und Preise werden nach Projektangabe zu bestätigen.
Warum doppelwandige Isoliergläser im DACH-Raum wachsen
Doppelwandige Isoliergläser sind in den vergangenen Jahren vom Nischenprodukt zum Standardartikel in vielen Sortimenten geworden. Der Grund ist einfach: Sie lösen ein Alltagsproblem besser als einfache Gläser. Ein doppelwandiges Glas gibt Wärme oder Kälte deutlich langsamer an die Umgebung ab, sodass Kaffee länger heiß und Kaltgetränke länger kühl bleiben. Gleichzeitig bleibt die Außenwand angenehm temperiert, weil die zwischen den beiden Wandungen eingeschlossene Luftschicht als Isolator wirkt. Fällt diese Isolation weg, wird die Außenwand heiß oder kalt, und das Getränk kühlt schneller aus.
Für den DACH-Raum kommen zwei weitere Treiber hinzu. Erstens ist Kaffee- und Teekultur stark ausgeprägt: Büros, Kanzleien, Hotels und Co-Working-Flächen stellen Getränke bereit, und Mehrweg-Isoliergläser passen zu diesem Bedarf. Zweitens hat sich die Erwartung an Nachhaltigkeit verändert: Wo früher Einwegbecher genutzt wurden, werden zunehmend Mehrweglösungen gesucht. Ein doppelwandiges Glas aus Glas ist dabei ein Produkt mit hoher Wertigkeit, langer Nutzungsdauer und guter Recyclingfähigkeit – ein Argument, das im deutschsprachigen Handel gut funktioniert.
Optimizing Glass Bottle produziert doppelwandige Isoliergläser für Handelsmarken, Hotellerie, Gastronomie, Büroausstattung und Coffee-to-go-Konzepte. Die folgenden Abschnitte ordnen Isolierglasarten, den Aufbau der Isolationsschicht, Kondensatverhalten, Materialwahl und Beschaffungsfragen ein.
Isolierglasarten im Überblick: Luftspalt, Vakuum, Mundgeblasen und Formvarianten
Die Isolierglasart bestimmt, wie stark die Isolation wirkt und wie das Glas gefertigt wird. Die folgende Übersicht ordnet die gebräuchlichsten Isolierglasarten nach typischer Anwendung, Isolationsprinzip, Eignung für Heiß- und Kaltgetränke sowie der jeweiligen Robustheit. Die Volumenangaben sind Richtwerte und werden im Projekt an das gewünschte Format angepasst.
| Isolierglasart | Typische Anwendung | Volumen (Richtwert) | Isolationsprinzip | Eignungsprofil |
|---|---|---|---|---|
| Doppelwandglas mit Luftspalt | Kaffee, Tee, Kakao, Latte | 250–450 ml | Eingeschlossene Luft zwischen zwei Wänden | Gute Isolation, sehr gut für Heißgetränke |
| Vakuum-Isolierglas | Kaffee, Tee, Cold Brew | 300–500 ml | Evakuierter Zwischenraum | Sehr hohe Isolation, aufwendige Fertigung |
| Borosilikat-Isolierglas | Heißgetränke, Tee, Gastronomie | 200–400 ml | Luft- oder Vakuumspalt in Borosilikat | Hohe Temperaturwechselbeständigkeit |
| Isolierglas mit Griff | Coffee-to-go, Büro, Hotelzimmer | 300–450 ml | Luftspalt, zusätzlicher Griff | Sehr gute Handhabung, trinkfreundlich |
| Isolierbecher mit Deckel | Take-away, Reise, Pendler | 250–450 ml | Luftspalt, dichtender Deckel | Transportgeeignet, auslaufsicher |
| Isolierglas mit Ausguss | Tee, Kaffee, Servierkanne | 400–800 ml | Luft- oder Vakuumspalt | Für Servieren im Tisch- und Buffetbereich |
| Isolier-Doppelwandkanne | Kanne für Kaffee und Tee am Buffet | 600–1200 ml | Vakuum- oder Luftspalt | Hohe Isolationsleistung, hoher Materialeinsatz |
| Isolierglas mit Prägung/Motiv | Geschenk, Markenartikel, Promotion | 250–400 ml | Luftspalt, veredelte Außenwand | Marketingstark, designorientiert |
Die Tabelle macht den zentralen Unterschied deutlich: Luftspalt und Vakuum unterscheiden sich in der Isolationsleistung und im Fertigungsaufwand. Ein Vakuum-Isolierglas isoliert besser, weil im evakuierten Zwischenraum kaum Wärmeleitung stattfindet. Es ist aber aufwendiger herzustellen und in der Regel teurer. Für die meisten Kaffee- und Teeanwendungen im Alltag liefert ein sauber gefertigtes Doppelwandglas mit Luftspalt eine ausreichende Isolation und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Doppelwandige Isoliergläser mit Luftspalt halten Getränke länger warm und bleiben außen angenehm temperiert – der Klassiker für Coffee-to-go und Büro.
Isolationsprinzip: Wie Luftspalt und Vakuum die Wärmeabgabe reduzieren
Wärmeübertragung funktioniert über drei Wege: Leitung, Konvektion und Strahlung. Ein einfaches Glas gibt Getränkewärme über die Glaswand an die Umgebung ab; die Außenwand wird dabei heiß oder kalt. Ein doppelwandiges Glas setzt dem eine Isolationsschicht entgegen. Beim Luftspalt wird zwischen Innen- und Außenwand Luft eingeschlossen. Luft leitet Wärme schlechter als Glas, und weil der Zwischenraum geschlossen ist, fällt die Konvektion gering aus. Beim Vakuum wird die Luft im Zwischenraum entfernt, wodurch Leitung und Konvektion fast vollständig entfallen und nur noch Strahlung wirkt – deshalb isoliert ein Vakuumglas besser als ein Luftspaltglas.
Beide Prinzipien haben Konsequenzen für die Konstruktion. Beim Luftspalt muss der Zwischenraum gleichmäßig ausgeführt sein, weil ungleichmäßige Abstände die Isolation verschlechtern und das Glas optisch unruhig wirken lassen. Beim Vakuum muss der Spalt dauerhaft dicht bleiben, weil ein Nachlassen des Vakuums die Isolationsleistung dauerhaft reduziert. Für die Beschaffung heißt das, dass der Wandaufbau und die Fertigungsqualität genau zu prüfen sind – ein Isolierglas ist nur so gut wie seine gleichmäßige Doppelwand.
Ein weiterer Effekt des Doppelwandaufbaus ist optisch: Zwischen den Wänden kann sich je nach Lichteinfall eine sichtbare Spiegelung bilden, die als hochwertig und modern wahrgenommen wird. Für Marken ist das ein Gestaltungsmerkmal, für die Qualitätsprüfung ein Kriterium, weil ungleichmäßige Wandabstände sichtbar werden.
Kondensat und Handhabungssicherheit: Der unterschätzte Nutzen
Neben der Isolation hat der Doppelwandaufbau einen zweiten, oft unterschätzten Nutzen: Er reduziert Kondensat an der Außenwand. Ein einfaches Glas mit einem gekühlten Getränk beschlägt, weil Feuchtigkeit aus der Luft auf der kalten Außenfläche kondensiert. Die Folge sind Wassertropfen auf Tisch, Unterlage und Hand. Ein doppelwandiges Glas reduziert dieses Beschlagen deutlich, weil die Außenwand weniger stark auskühlt. Das ist kein Luxusdetail: In Büros, Konferenzräumen, auf Schreibtischen und in Fahrzeugen ist Kondensat ein echtes Ärgernis.
Für Heißgetränke liegt der Vorteil in der Handhabungssicherheit. Ein einfaches Glas mit heißem Kaffee wird schnell unangenehm heiß in der Hand; das Risiko, das Getränk zu verschütten, steigt. Ein doppelwandiges Glas bleibt außen angenehm temperiert und lässt sich sicher halten. Für Coffee-to-go, Servicestationen und Selbstbedienungssituationen ist das ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Wer Isoliergläser für die Gastronomie beschafft, sollte deshalb die Außentemperatur bei befülltem Glas als Prüfkriterium behandeln.
Für den Transport spielt die Sicherheit ebenfalls eine Rolle. Ein Isolierbecher mit dichtendem Deckel ist im Auto, im Rucksack und auf dem Fahrrad deutlich zuverlässiger als ein offenes Glas. Wer ein Take-away-Konzept plant, sollte Deckel und Glas als zusammengehöriges System bewerten, weil ein guter Deckel die Isolation zusätzlich unterstützt.

Der Doppelwandaufbau reduziert Kondensat an der Außenwand – ein praktischer Vorteil auf Tischen, Unterlagen und in Konferenzräumen.
Borosilikatglas und Temperaturwechselbeständigkeit
Für Isoliergläser wird häufig Borosilikatglas verwendet, weil es gegenüber schnellen Temperaturwechseln deutlich unempfindlicher ist als Kalk-Natron-Glas. Das ist bei Isoliergläsern besonders relevant, weil sie oft unmittelbar aus dem heißen Spülgang, aus der Kühlung oder aus unterschiedlichen Temperaturumgebungen befüllt werden. Wer Tee mit kochendem Wasser in ein Glas gießt und das Glas anschließend abkühlt, erzeugt einen Temperatursprung, den das Material aushalten muss.
Neben der Temperaturwechselbeständigkeit punktet Borosilikatglas mit geringer Ausdehnung und hoher chemischer Beständigkeit. Dadurch eignet es sich gut für Getränke und Reinigungsmittelkontakt. Es ist allerdings aufwendiger in der Fertigung als Kalk-Natron-Glas, was sich im Preis widerspiegelt. Für Anwendungen mit ausschließlich warmen Getränken und ohne extreme Temperatursprünge kann Kalk-Natron-Glas ausreichen, sofern die Wandstärke passt. Die Entscheidung sollte anhand des konkreten Einsatzkonzepts fallen.
Für die Qualitätssicherung ist neben der Materialwahl auch die Verarbeitung entscheidend. Doppelwandige Gläser haben an der Verschmelzungsstelle der beiden Wände eine kraftkritische Zone. Dort entstehen bei unsauberer Verarbeitung Spannungen, die zu Rissen führen können. Die Beurteilung dieser Zone gehört deshalb zu den wichtigsten Prüfmerkmalen eines Isolierglases.
Für Beschaffer ist außerdem wichtig zu wissen, dass die Materialwahl das Gewicht und damit die Handhabung beeinflusst. Borosilikatglas hat eine etwas geringere Dichte als Kalk-Natron-Glas und wirkt bei gleicher Wandstärke leichter. Ein leichteres Isolierglas liegt angenehm in der Hand, ist aber auch kippanfälliger, wenn der Boden nicht entsprechend dimensioniert ist. Die gute Praxis besteht darin, Material und Konstruktion gemeinsam zu betrachten: Ein leichter Werkstoff verlangt eine durchdachte Bodenausführung, damit die Standsicherheit erhalten bleibt. Wer Isoliergläser für Gastronomie und Hotellerie beschafft, sollte deshalb ein Muster mit voller Füllmenge auf Standsicherheit und Handhabung prüfen.
Coffee-to-go und Büro: Anforderungen an Marken, Druck und Deckel
Isoliergläser sind im Coffee-to-go- und Büromarkt häufig Markenartikel. Sie werden bedruckt, graviert oder mit Logo versehen und als Werbegeschenk oder als Teil einer Büroausstattung angeboten. Für diese Anwendungen ist neben der Funktion die Veredelbarkeit wichtig. Nicht jede Oberfläche nimmt jede Veredelung gleich gut an, und bedruckte Flächen können bei intensiver Reinigung ausbleichen. Wer Markenartikel plant, sollte deshalb das Zusammenspiel aus Oberfläche, Veredelung und Reinigungsbelastung früh abstimmen.
Auch der Deckel ist im Coffee-to-go-Kontext entscheidend. Ein Deckel muss dicht schließen, sich leicht öffnen lassen und eine Trinköffnung bieten, die ein sicheres Trinken auch in Bewegung oder im Auto erlaubt. Für die Gastronomie ist zusätzlich die Reinigungsfähigkeit des Deckels zu prüfen, weil ein Deckel, der im Spülgang ausbleicht oder undicht wird, die Nutzungsdauer des gesamten Produkts begrenzt.
Für Servicelösungen am Arbeitsplatz sind Isoliergläser mit Griff oder mit großzügigem Volumen besonders beliebt, weil sie sich gut halten und länger warm halten. Der Bereich Kaffee- und Teegläser im Großhandel bietet einen Überblick über verwandte Formate und ihre Anwendungen.

Isoliergläser mit Griff lassen sich auch mit heißen Getränken sicher halten und eignen sich deshalb gut für Büros, Hotels und Servicestationen.
Hotellerie und Gastronomie: Buffet, Zimmerausstattung und Mehrwegkonzepte
In der Hotellerie und Gastronomie erfüllen Isoliergläser unterschiedliche Aufgaben. Am Buffet halten sie Kaffee und Tee über längere Zeit warm, sodass Gäste sich nachschenken können, ohne dass der Inhalt schnell auskühlt. In der Zimmerausstattung dienen sie als Teil des Getränkeangebots und als Geste der Wertigkeit. In der Gastronomie sind sie Teil des Servierkonzepts, etwa als Isolierkanne für Tisch- und Buffetservice.
Für den gewerblichen Einsatz ist die Robustheit entscheidend. Doppelwandige Gläser sind durch den aufwendigen Wandaufbau grundsätzlich etwas empfindlicher gegen harte Stöße als einfache Gläser, weil die Außenwand als zusätzliche Glasfläche beschädigt werden kann. Deshalb sollten Gastronomiebetriebe auf standsichere Formen und eine schonende Lagerung achten. Passende Lösungen für den professionellen Kanal zeigt der Bereich Hotellerie und Gastronomie.
Für Mehrwegkonzepte im Außer-Haus-Bereich, bei denen Isoliergläser zurückgenommen und gespült werden, sind Rücknahme- und Spüllogistik mitzuplanen. Die Kombination aus Isolierglas und Pfandfunktion ist im DACH-Raum ein wachsendes Modell, erfordert aber eine klare Prozessbeschreibung. Ergänzende Ansätze zeigt der Bereich Gläser für Lieferdienste und Take-away.
Für Hotelketten ist außerdem die Ersatzteilversorgung ein Thema. Deckel und Dichtungen verschleißen vor dem Glas, und ein Hotelbetrieb mit hunderten Zimmern benötigt regelmäßig Ersatz. Wer Isoliergläser für viele Standorte beschafft, sollte deshalb klären, ob Deckel, Dichtungen und Glaskörper einzeln nachbestellbar sind und ob eine einheitliche Serie über Jahre verfügbar bleibt. Das senkt Folgekosten und verhindert, dass nur wegen fehlender Deckel komplette Gläser ersetzt werden müssen.
Reinigung und Spülmaschinenstandzeit bei Isoliergläsern
Isoliergläser werden im Alltag intensiv genutzt und häufig gespült. Die Spülmaschinenfestigkeit ist deshalb ein wichtiges Beschaffungskriterium. Glas selbst ist unproblematisch, aber die Veredelungen und Deckel altern. Bedruckte oder bedampfte Oberflächen können mit der Zeit abnutzen, und Deckeldichtungen verlieren ihre Elastizität. Für eine belastbare Nutzungsdauer sollten Kunden klären, welche Bestandteile spülmaschinenfest sind und wie viele Zyklen typischerweise durchgehalten werden.
Beim Spülen ist außerdem die Temperaturbelastung zu beachten. Doppelwandige Isoliergläser werden durch den eingeschlossenen Zwischenraum langsamer temperiert als einfache Gläser. Das kann je nach Konstruktion ein Vorteil sein, weil der Temperaturwechsel langsamer abläuft. Werden Gläser jedoch direkt aus dem heißen Spülgang mit kaltem Wasser gespült oder umgekehrt, entsteht thermischer Stress, der die Verschmelzungszone belastet. Der Spülprozess sollte daher auf das Produkt abgestimmt sein und unnötige Temperatursprünge vermeiden.
Für die Hygiene gilt: Der Innenraum muss glatt und leicht zu reinigen sein. Hinterschneidungen und schwer zugängliche Winkel begünstigen Rückstände. Für gewerbliche Nutzer empfiehlt sich ein Innenprofil ohne enge Kanten und eine regelmäßige Sichtkontrolle der Verschmelzungszone sowie der Deckeldichtungen.
Ein praktischer Hinweis zur Lagerung: Isoliergläser sollten nicht übereinander gestapelt werden, wenn der Zwischenraum dadurch punktuell belastet wird. Anders als einfache Gläser haben sie zwei Wandungen, und Druck auf die Außenwand kann die Verbindung zur Innenwand belasten. Für Lagerung und Transport sind deshalb Formteile oder Stege sinnvoll, die das Glas an der stabilen Körperzone halten. Im Betrieb sollten Isoliergläser auf dafür vorgesehenen Ablagen stehen, nicht in überfüllten Körben, in denen sie gegen andere Gläser stoßen.
Veredelung, Gravur und Markenauftritt
Da Isoliergläser als Markenartikel häufig in Werbekontexten erscheinen, ist die Veredelung ein zentrales Thema. Gravur wirkt dauerhaft und hochwertig und eignet sich besonders für Firmengeschenke. Ätztechnik erzeugt eine matte, dezente Optik. Direktdruck ermöglicht farbige Motive, ist aber stärker von der Oberfläche und der Reinigungsbelastung abhängig. Wer Artikel für dauerhafte Nutzung im gewerblichen Umfeld plant, sollte Veredelungen wählen, die auch nach vielen Reinigungsvorgängen gut aussehen.
Für die Projektplanung sollten Kunden die Veredelungsart, die Farbanzahl und die Position des Motivs früh festlegen. Für individuelle Formen, Muster und Machbarkeitsprüfungen bietet sich der Weg über Muster und Erstmuster an, um Optik und Haptik vor der Serienbestellung zu prüfen.
Bei Werbeartikeln ist zusätzlich die Zielgruppe zu berücksichtigen. Ein Isolierglas, das an Mitarbeitende verteilt wird, muss vor allem robust und pflegeleicht sein, weil es täglich genutzt wird. Ein Isolierglas, das als Kundenpräsent dient, darf dagegen stärker auf Optik und Verpackung setzen, weil der erste Eindruck entscheidend ist. Diese Unterscheidung hilft, Veredelung und Verpackung passend zu wählen, statt für alle Anlässe dieselbe Lösung zu verwenden.
Verpackung, Transport und Bruchsicherheit von Isoliergläsern
Isoliergläser sind wegen des doppelten Wandaufbaus schwerer und voluminöser als einfache Gläser. Das erhöht die Transportkosten und verlangt eine sorgfältige Sekundärverpackung. Stöße auf die Außenwand können die Verschmelzungszone beschädigen oder die Außenwand selbst zum Springen bringen. Für den Palettentransport sind passgenaue Einsätze, Zwischenlagen und eine gesicherte Stapelung erforderlich. Holzverpackungsmaterial unterliegt international den Anforderungen der ISPM-15-Kennzeichnung.
Beim Wareneingang sollten neben Maß- und Sichtprüfungen auch die Verschmelzungszone und die Deckel geprüft werden. Fehlerhafte Exemplare sind sofort zu separieren, weil ein späterer Ausfall im Betrieb deutlich teurer ist. Bei Häufungen ist die Reklamation mit Foto- und Mengenangaben zu dokumentieren.
Nachhaltigkeit, Mehrweg und regulatorische Vorgaben
Isoliergläser fügen sich gut in die Nachhaltigkeitsdebatte im DACH-Raum ein: Sie sind langlebig, mehrfach nutzbar und am Ende recycelbar. Gerade im Coffee-to-go-Bereich, in dem Einwegbecher lange kritisiert wurden, sind Mehrweglösungen aus Glas ein starkes Argument. Für Handelsmarken und Unternehmen, die Artikel als Werbegeschenk einsetzen, ist die Mehrwegnutzung zusätzlich ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitssignal.
Regulatorisch sind für den deutschen Markt das Verpackungsgesetz und die Registrierung im LUCID-Register relevant, soweit in Verkehr gebrachte Verpackungen betroffen sind. Für Mehrwegsysteme können Pfandregelungen gelten. Die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) verschärft die Anforderungen an Rezyklatanteil, Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung schrittweise. Wer Isoliergläser dauerhaft beschafft, sollte diese Entwicklung bei Sortiments- und Verpackungsplanung berücksichtigen.
Für die interne Nachhaltigkeitskommunikation gilt derselbe Grundsatz wie bei anderen Glasprodukten: Konkrete Eigenschaften wirken glaubwürdiger als pauschale Aussagen. Ein Isolierglas, das einen Einwegbecher über viele Nutzungen ersetzt, lässt sich mit der Zahl der vermiedenen Einwegverpackungen argumentieren, sofern diese Zahl im konkreten Einsatz belegt wird. Wer solche Kennzahlen nutzt, sollte sie auf nachvollziehbaren Annahmen aufbauen und nicht überzeichnen.
Beschaffung und Projektanfrage für Isoliergläser
Eine belastbare Anfrage enthält: gewünschte Isolierglasart und Volumen, gewünschte Isolationsleistung (Luftspalt oder Vakuum), Materialvorgabe (etwa Borosilikat), Zielkanal (Coffee-to-go, Büro, Hotellerie, Promotion), Anforderungen an Griff, Deckel und Ausguss, Veredelungsart, Reinigungsbedingungen sowie Verpackungs- und Mengenvorgaben. Je klarer diese Angaben, desto präziser das Angebot.
Für Markenartikel sollte zusätzlich geklärt werden, ob eine dauerhafte Serienkonstanz gewünscht ist, weil bedruckte Artikel über Jahre identisch nachgeliefert werden sollen. Eine strukturierte Beschaffungs-Checkliste für Glasverpackung hilft, alle Anforderungen von Beginn an zu erfassen.
Optimizing Glass Bottle begleitet DACH-Kunden von der Auswahl des Isolierglastyps über die Bemusterung und Veredelung bis zur Serienlieferung. Alle projektbezogenen Angaben zu Mindestbestellmenge, Stückpreisen, Formkosten und Lieferzeiten werden nach Projektangabe zu bestätigen, weil sie von Form, Volumen, Wandaufbau, Veredelung und Stückzahl abhängen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Luftspalt- und einem Vakuum-Isolierglas?
Beim Luftspaltglas ist zwischen den Wänden Luft eingeschlossen; ein Vakuumglas hat einen evakuierten Zwischenraum. Das Vakuumglas isoliert stärker, ist aber aufwendiger in der Fertigung und in der Regel teurer.
Wie lange halten doppelwandige Isoliergläser Getränke warm?
Die Haltezeit hängt von Wandaufbau, Volumen, Füllmenge und Umgebungstemperatur ab. Verbindliche Werte werden nach Projektangabe zu bestätigen und sollten im Einsatz mit der konkreten Anwendung geprüft werden.
Bleibt die Außenwand bei Heißgetränken wirklich angenehm temperiert?
Ja, das ist der Hauptvorteil der Doppelwand. Die eingeschlossene Isolationsschicht reduziert die Wärmeabgabe, sodass die Außenwand deutlich kühler bleibt und das Glas sicher zu halten ist.
Warum beschlägt ein Isolierglas weniger stark als ein einfaches Glas?
Weil die Außenwand weniger stark auskühlt, kondensiert Feuchtigkeit aus der Luft seltener. Dadurch bleiben Tisch, Unterlage und Hand trocken – ein praktischer Vorteil im Alltag und im Büro.
Ist Borosilikatglas für Isoliergläser immer notwendig?
Nicht immer. Borosilikatglas ist bei großen Temperatursprüngen klar im Vorteil. Bei rein warmen Anwendungen ohne extreme Wechsel kann gut ausgeführtes Kalk-Natron-Glas je nach Einsatzkonzept ausreichen.
Können Isoliergläser in der Spülmaschine gereinigt werden?
Glas und viele Ausführungen sind spülmaschinenfest. Veredelungen und Deckeldichtungen altern jedoch im Spülgang; welche Bestandteile beständig sind, wird nach Projektangabe zu bestätigen.
Welche Isoliergläser eignen sich für Coffee-to-go und Büro?
Formate mit 250 bis 450 ml, entweder mit Griff oder mit dichtendem Deckel, sind für Coffee-to-go und Büro besonders geeignet, weil sie gut halten und länger warm bleiben.
Kann ich Isoliergläser bedrucken oder gravieren lassen?
Gravur, Ätztechnik und Direktdruck sind möglich. Welche Veredelung sinnvoll ist, hängt von der Oberfläche, der gewünschten Optik und der späteren Reinigungsbelastung ab.
Wie läuft eine Projektanfrage für doppelwandige Isoliergläser ab?
Nach Angabe von Volumen, Isolierglasart, Zielkanal und Veredelungswunsch folgen Formberatung, Muster, Bemusterung und Serienfreigabe. Alle Konditionen werden nach Projektangabe zu bestätigen.